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Allgemeine Institutsinfos

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Neben Aus- und Weiterbildung in Psychotherapie und Hypnose

bietet und vermittelt das Milton Erickson Institut Psychotherapeutische Leistungen, Coaching und Beratung.

Therapeuten mit unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten sind an das Institut angeschlossen. Wir gewährleisten kompetente Ansprechpartner für die verschiedensten Anliegen. Alle vom Institut empfohlenen Kollegen nutzen erwiesen effektive, hypnotherapeutische Verfahren nach Milton Erickson als integrierten Bestandteil ihrer jeweiligen Fachausrichtung.

Über die Kontaktfunktion auf dieser Seite oder auch telefonisch können Sie einen für ihr spezifisches Thema ausgebildeten Therapeuten, Berater oder Coach anfragen und finden.

Kontaktieren Sie uns und schildern Sie kurz Ihr Anliegen. Wir melden uns dann umgehend bei Ihnen zurück.      

Unterhaltsames

Foto Karawane am Wegesrand

Geschichten des Monats

Hier finden Kolleginnen und Kollegen, aber auch andere Interessierte eine Sammlung von Geschichten voller Witz und Weisheit, die therapeutisch genutzt werden können. Viele der Geschichten wurden im Newsletter veröffentlicht. Es werden Schritt für Schritt weitere hinzugefügt.

Will man eine Geschichte therapeutisch nutzen, sollte man sie niemals belehrend sondern immer beiläufig erzählen, so dass es dem Zuhörer gestattet ist, die Geschichte für sich zu nutzen oder auch nicht.

 

Der Tempel der tausend Spiegel

Einst kam ein Hund in den Tempel der tausend Spiegel und erblickte tausend andere Hunde, die ihn anschauten. Da begann er unruhig zu werden und sich misstrauisch umzuschauen, und tausend andere Hunde wurden unruhig und schauten sich misstrauisch um. Da begann er die Augenbrauen zusammen zu ziehen und zu knurren und tausend andere Hunde zogen die Augenbrauen zusammen und knurrten.

Da begann er wütend zu werden und fletschte die Zähne und tausend andere Hunde wurden wütend und fletschten die Zähne. Da begann er zu bellen und versuchte zähnefletschend zu zu beißen und tausend andere Hunde begannen zu bellen und versuchten zähnefletschend zu zu beißen. Da packte ihn die Angst, und er stürzte in Panik aus dem Tempel.

Ein weiterer Hund kam in den Tempel der tausend Spiegel und erblickte tausend andere Hunde, die ihn anschauten. Da erhob er erfreut den Kopf und tausend andere Hunde hoben erfreut den Kopf. Da begann er freundlich zu schauen und tausend andere Hunde schauten ihn freundlich an. Da begann er voller Freude mit dem Schwanz zu wedeln und tausend andere Hunde wedelten voller Freude mit dem Schwanz.

Welch schöne Erfahrung, dachte er bei sich, und ging gut gelaunt aus dem Tempel der tausend Spiegel.

 

 

Die Mönche

Zwei buddhistische Mönche trafen auf dem Weg zum Kloster eine außergewöhnlich schöne Frau an einem Flussufer. Auch sie wollte ans andere Ufer, aber das Wasser war zu hoch. So nahm sie einer der Mönche auf den Rücken und trug sie hinüber.

Sein Begleiter war äußerst schockiert. Lange Zeit ging er schweigend neben dem anderen her, dann schallt er ihn, die heiligen Regeln verletzt zu haben. Hatte er vergessen, dass er ein Mönch war? Wie konnte er es wagen, eine Frau zu berühren? Und mehr noch, sie auf dem Rücken über den Fluß zu tragen? Was würden die Leute sagen, wenn man sie beobachtet hätte? War nicht die heilige Religion in Verruf geraten?

Der andere hörte sich die nicht enden wollende Strafpredigt geduldig an. Schließlich unterbrach er seinen Begleiter und sagte: "Bruder ich habe die Frau am anderen Ufer abgesetzt, aber wie ich sehe, trägst Du sie noch immer."

 

 

Zwei Wölfe

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkel am Lagerfeuer. Der Alte sagt nach einer Weile des Schweigens:
"Weißt Du, im Leben ist es oft so, als ob zwei Wölfe im Herzen miteinander kämpfen. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend."

"Welcher der beiden gewinnt den Kampf um das Herz?" fragt der Junge.

"Der Wolf, den man füttert." antwortet der Alte.

 

 

Die Kraft der Wärme

Einst stritten sich die Sonne und der Wind darüber, wer von ihnen am ehesten in der Lage sei, einem Wanderer seinen Mantel auszuziehen. Der Wind meinte, da er stärker sei und mehr Kraft habe, werde es nur ihm gelingen, dem Wanderer seinen Mantel zu nehmen. Er strengte sich an und blies und blies und entfachte einen fürchterlichen Sturm. Doch der Wanderer stemmte sich gegen den Wind und hielt seinen Mantel immer fester, und so stark der Wind auch blies, er war nicht in der Lage, dem Wanderer den Mantel zu entreißen.

Nun war die Sonne an der Reihe. Sie begann sanft und mild zu lächeln, sie lächelte und lächelte, und dem Wanderer wurde wärmer und wärmer. Und schließlich zog er seinen Mantel aus.

 

 

Zu wenig

Einst hatte ein Mullah einen Traum, dass ihm Silbermünzen in die Hand gezählt würden. Als er neun Silberlinge hatte, hörte der unsichtbare Geber auf. "Ich will aber zehn!" rief der Mullah so laut, dass er davon erwachte. Leider musste er nun feststellen, dass das ganze Geld verschwunden war.

Ernüchtert schloss er wieder die Augen und murmelte: "Also gut, gib sie her, ich bin auch mit neun zufrieden."

 

 

Zu der folgenden Geschichte hat mich eine Zeichnung von Janosch inspiriert. Ich habe sie für Paare geschrieben, die sich aus falsch verstandener Liebe oder übermäßigem Sicherheitsbedürfnis einengen und behindern. Man darf die Geschichte z.B. in Paarseminaren verwenden. Ich möchte gleichfalls als Quelle genannt werden.

Ortwin Meiss

 

Wahre Liebe

Einst verliebte sich ein Frosch in eine Maus und auch die Maus fand an dem Frosch Gefallen und erwiderte seine Liebe. Beide hatten sehr verschiedene Arten zu leben und hatten sich viel zu erzählen. Des Abends wenn sie zusammensaßen, erzählte der Frosch von seinem tiefen Teich und all den Dingen, die es darin zu sehen und zu finden gab. Er erzählte von den Fischen und dem alten Seehecht, der auf dem Grund des Teiches lebte und all den Gefahren, die er schon durchgestanden hatte. Die Maus liebte diese Geschichten und fand sie faszinierend und spannend. Sie konnte ihm einfach stundenlang zuhören. Sie erzählte ihrerseits davon, wie man gefräßigen Katzen entkommt, wie man Vorräte für den Winter zusammensammelt, und wie man tiefe Gänge in die Erde gräbt, und das es gut ist, immer einen zusätzlichen Gang zu graben, falls der Hauptgang einmal verschüttet ist, oder gerade ein bedrohlicher Feind davor wartet. Manchmal ist es einfach gut, wenn man durch einen Hinterausgang verschwinden kann.

Wie sie so erzählten kam der Frosch auf den Gedanken, die Maus könne ihm einmal durch den Hinterausgang entschwinden, und da er sie doch so sehr liebte, begann er zunehmend unruhiger zu werden. Dies merkte die Maus und fragte den Frosch, was ihn beunruhige. Der Frosch mochte nicht so recht erklären, was ihn so unruhig machte und sprach schließlich: "Weißt Du, manchmal bekomme ich Angst, wir könnten uns verlieren, und ich liebe Dich doch so!" "Ach diese Angst habe ich auch manchmal," sprach da die Maus, denn sie fürchtete, der Frosch könne ihr irgendwann entspringen und auf nimmer Wiedersehen in den tiefen Teich abtauchen. "Aber wir könnten doch unsere Hände zusammenbinden, dann könnten wir uns nie verlieren", sprach der Frosch und der Maus war es nur recht, und so banden sie ihre Hände zusammen, die Maus die rechte und der Frosch die linke.

Nun fühlten sie sich schon wesentlich sicherer, nur zusammen zu gehen machte nun einige Probleme. So wollte der Frosch oft hüpfen und hatte Schwierigkeiten mit den kleinen Schritten der Maus, die ihrerseits durch den unregelmäßigen Gang des Frosches immer wieder aus ihrem Rhythmus kam und ins Stolpern geriet. Auch konnte die Maus nicht mehr in ihre Gänge schlüpfen, denn der Frosch war zu ungelenk, um sich durch die schmalen Gänge zu zwängen und war es ihm doch einmal gelungen, so stieß er fortwährend mit seinem Kopf an, da er das Hüpfen einfach nicht lassen konnte.

Die Maus hielt das Hüpfen für eine schlechte Angewohnheit und meinte, daß es dem Frosch schon gelingen könne, anständig zu laufen. Er müsse nur ernsthaft den Willen haben, das Hüpfen aufzugeben, denn wo ein Wille sei, da sei auch ein Weg. Und sie erzählte ihm, wie schwer es manchmal gewesen sei, sich durch harten Boden einen Gang zu graben und das man, wenn man nur will, mit den scharfen Mausezähnen, die härtesten Dinge durchknabbern kann, und der Frosch versprach es wirklich ernsthaft zu versuchen. "Ja," sprach die Maus, "es ist wirklich schwierig in der Liebe, doch wenn man sich wirklich liebt, arbeitet man aneinander und versucht dem anderen zu helfen, damit er sich weiterentwickeln und seine schlechten Eigenschaften abstreifen kann."

Der Frosch wiederum versuchte die Maus zu überzeugen, daß es ein Genuß sei, mit einem hohen Bogen in den Teich zu springen und durch die tiefen Fluten hinab zum Grund zu tauchen, um dort in alte weggeworfene Lederstiefel zu schlüpfen und die Fische an sich vorbeischwimmen zu lassen, doch die Maus hatte Angst vor dem Wasser. Der Frosch aber war der Ansicht: Wenn man nur wirklich bereit sei, die Angst zu überwinden, würde es schon klappen, denn aller Anfang sei schwer. Doch die Maus war nicht bereit ihre Angst zu überwinden.

Dies alles tat ihrer Liebe jedoch keinen Abbruch, und sie liebten sich weiterhin inniglich. Nach einer Weile sprach jedoch die Maus: "Weißt Du ich kann Deine rechte Hand nicht sehen." Und in der Liebe sollte man sich doch alles sagen und ganz offen zueinander sein, und da sei es doch nicht in Ordnung, wenn man bestimmte Dinge voreinander versteckt. Der Frosch fand dies auch, denn in der Liebe möchte man an allem teilhaben und alles, alles wissen, was der andere tut, und so banden sie die anderen Hände auch noch zusammen. Das Gehen wurde natürlich noch beschwerlicher, aber wo wahre Liebe ist, erträgt man jegliche Unangehmlichkeiten, denn jede Schwierigkeit schmiedet einen nur fester zusammen.

Das Leben wurde ein wenig eintöniger, denn der Frosch konnte nicht mehr von seinen neuen Erlebnissen im See erzählen und die Maus wußte auch nichts neues zu berichten, da sie nun alles zusammen machten. So erzählte der Frosch von früheren Zeiten, wo er noch im See umhergeschwommen ist, doch nach einer Weile kannte die Maus alle Geschichten und wurde zunehmend ungehalten, wenn der Frosch schon wieder mit seinen alten Seeerlebnissen anfing. Doch auch die Maus konnte nur noch von Dingen berichten, die sie früher erlebt hatte, und meist kannte der Frosch die Geschichte schon und hörte garnicht mehr richtig zu. "Nie hörst du mir zu, du beachtest mich überhaupt nicht mehr," beschwerte sich die Maus, denn wenn man sich wirklich liebt, schenkt man dem anderen alle Aufmerksamkeit. "Ach," sprach der Frosch, "es liegt wohl daran, daß ich in der letzten Zeit, so müde bin, es ist bestimmt das Wetter, es hat wirklich nichts mit Dir zu tun." Doch die Maus meinte: Wenn man jemanden wirklich liebt, hört man ihm auch zu, wenn man müde ist.

Obwohl sie sich nichts mehr zu erzählen hatten, liebten sie sich immer noch und die Maus meinte, daß wahre Liebe ist, wenn man zusammen schweigen kann und sich Verliebte auch ohne Worte verstehen, und der Frosch fügte hinzu: Gerade ohne Worte, denn Reden ist Silber und Schweigen ist Gold.

Doch bei aller Liebe und allem Bemühen wollte dem Frosch der gleichmäßige Gang nicht gelingen, und wer sich wirklich liebt, macht doch alles gemeinsam. Und da die Maus nicht aufhören wollte, das beständige Gehüpfe des Frosches zu bemängeln, denn sie wollte nur das Beste für den Frosch, und er andererseits ihr es doch wirklich recht machen wollte, denn wenn man jemanden liebt, möchte man dem anderen jeden Gefallen tun, kam der Frosch auf die Idee: "Wir könnten, doch auch eins unserer Beine zusammenbinden, dann können wir noch besser alles zusammen machen, und ist es in der Liebe nicht so, daß man alles gemeinsam tun will?"

Gesagt getan und wie der Frosch es im Geheimen vermutet hatte, hatte es nun mit dem Hüpfen ein Ende. Zwar kamen beide nun nur noch unter großen Mühen und sehr langsam voran, aber sie wußten nun, daß sie richtig zusammengehörten und was ist schöner in der Liebe, als zu wissen, daß man wirklich zusammen gehört. "Laß uns das andere Bein auch noch zusammenbinden" sprach da die Maus. "Meinst Du wirklich wir sollten das tun?" fragte der Frosch, denn er war nicht mehr sicher, daß sie das Richtige taten. "Du liebst mich doch?" fragte die Maus. "Ja, ja natürlich" sagte der Frosch und sie banden die anderen Beine auch noch zusammen, und was ist schöner an der Liebe, als wenn man unzertrennlich ist.

Aber das war nicht gut, denn nun konnten sie sich garnicht mehr bewegen. So verharrten sie starr und unbeweglich, und auch ihre heiße Liebe schien allmählich abzukühlen. Ja sie führten ein wahrhaft erbärmliches Leben, bis sie schließlich starben, und das war schon bald, denn als der eine starb, starb auch der andere.

"Ja, ja" sagte der alte Waldbär, - und da hatte er verdammt recht.

 

 

Binde dein Kamel fest

Zu der Zeit als der Prophet Mohamed durch die Städte Arabiens zog, um seine Predigten zu halten, hörte auch ein Kameltreiber von dem Propheten und beschloss mit seinem Kamel zu einer nahegelegenen Stadt zu ziehen, wo der Prophet zu predigen beabsichtigte. An den Toren der Stadt angekommen, stellte er sein Kamel ab und ging zum Marktplatz, wo der Prophet seine Predigt hielt.

Den ganzen Tag hörte er die Reden des Propheten, der von Allahs Güte und Weisheit, und Allahs Allmacht predigte. So betete der Kameltreiber zu Allah, pries seine Güte und seine Allmacht, bis sich die Sonne dem Horizont zuneigte.

Dann machte er sich auf und ging wieder vor die Tore der Stadt, um nach seinem Kamel zu sehen. Doch was musste er erblicken? Sein Kamel war weggelaufen, und wie sehr er auch suchte, er konnte es nicht wiederfinden.

Da brach er in lautes Wehgeschrei aus. Erbost lief er wieder in die Stadt zu dem Propheten und sprach: "Oh welche Ungerechtigkeit, oh Unglück! Ich war Dir gehorsam, achtete auf jedes Wort deiner Rede und vertraute auf Allahs Güte, Weisheit und Allmacht. Jetzt, oh Herr, ist mein Kamel fort. Ist das die göttliche Gerechtigkeit? Ist das die Belohnung meines Glaubens? Ist das der Dank für meine Gebete?

Da sprach der Prophet: "Bete zu Allah und binde dein Kamel fest."

 

 

Der erste Preis

Ein Schotte geht jeden Tag in die Kirche und betet zu Gott. "Lieber Gott, der Du bist im Himmel, und der Du allmächtig bist und alle Dinge lenkst, erbarme Dich meiner und gib mir den ersten Preis in der Lotterie, bitte gib mir den ersten Preis in der Lotterie."

So geht das Wochen, Monate und Jahre. Tag für Tag geht der Schotte in die Kirche und betet: " Lieber Gott, der Du bist im Himmel, bitte gib mir den ersten Preis in der Lotterie, bitte gib mir den ersten Preis in der Lotterie."

Eines Tages geht plötzlich der Himmel auf und es erscheint ihm ein helles Licht. Da wird ihm ganz warm, und er hört eine Stimme, und die Stimme spricht: "Bitte gib mir ne Chance, kauf Dir endlich ein Los."

 

 

Diese Geschichte habe ich für eine Mutter geschrieben, die ihr Kind vor allem Übel in der Welt beschützen wollte, und dabei übersah, dass sie es vom Leben fern hielt und ihm wichtige Erfahrungen, sich durchzusetzen und durchzukämpfen nicht ermöglichte. Da sie für Erklärungen und Ratschläge wenig zugänglich war und anscheinend wirklich nicht begriff, was ich meinte, erzählte ich ihr die folgende Geschichte. Sie hat keinen guten Ausgang, aber gerade deshalb begann sie danach ihr Verhalten und ihre Einstellung zu verändern.

Ortwin Meiss

 

Der Baum

Ein Gärtner beabsichtigte einen schönen neuen Baum zu pflanzen. Er sollte die besten Voraussetzungen zum Wachsen haben, einfach die besten, die ein Baum nur haben kann. Also hob er weiträumig um die Einpflanzungsstelle den Boden aus und entfernte alle Steine und alles was den Wurzeln des Baumes im Wege sein konnte.

Dann nahm er die weichste und lockerste Erde, die zu finden war, und schüttete sie in die vorgegrabene Vertiefung und setzte den jungen Baum hinein. Die Wurzeln sollten es so leicht wie möglich haben, sich ihren Weg zu bahnen. Ja sie sollten sich ungehindert entfalten können und sich nicht durch harten Boden kämpfen müssen, und kein Stein, sollte ihre Bahnen stören.

Der Baum wuchs schnell in die weiche Erde hinein und begann seine Wurzel in ihr auszubreiten und mit aller Kraft schoss er in die Höhe. Der Gärtner sah es mit Freude, gab dem Baum die beste Düngung und schnitt ihm den Weg zum Licht frei, indem er alle Pflanzen in der Umgebung beseitigte. So brauchte der Baum sich nicht mühen und hatte Nahrung, Licht und Helligkeit im Überfluss. Schließlich war er zu beträchtlicher Höhe emporgeschossen.

Da geschah es, dass eines Tages ein großer Sturm heranzog und mit gewaltigen Böen über das Land brauste. Der Wind griff nach dem Baum und zerrte an seinen Zweigen und Ästen und da die Pflanzen in der Umgebung alle kurz gehalten waren, traf ihn die Gewalt des Sturmes schutzlos.

Gleichfalls wäre es für einen Baum dieser Größe ein leichtes gewesen, dem Sturm zu widerstehen, doch die Wurzeln griffen nur in weichen Boden, fanden keinen Halt und keinen Stein, den sie umklammern konnten. Nirgendwo hatten sie sich durchgekämpft, nirgendwo sich Platz schaffen müssen. So drückte der Sturm den schönen Baum zur Seite, riss ihn mit samt seinen Wurzeln aus und warf ihn zu Boden.

 

 

Menschen möchten sich als selbstwirksam erleben. Etwas zu gestalten, ist eine Freude, wenn man sich dabei als wirksam und kompetent wahrnehmen kann. Etwas ohne Anstrengung zu bekommen, erfreut bestenfalls für einen kurzen Augenblick.

 

Nichts zu tun

Ein Mann träumte, er wäre gestorben, und fände sich wieder in einem wunderschönen Land voller herrlicher Bäume, blühenden Blumen und gurgelnden Bächen. Das muss das Paradies sein, dachte er, und suchte sich einen schönen Platz und ruhte sich aus.

Bald bekam er Hunger und wünschte sich ein schönes herzhaftes Mal, und schon wurde es ihm serviert. Dann gelüstete ihm nach einem guten Wein und im nächsten Moment stand er vor ihm. Dann überkam ihn das Gelüst Golf zu spielen und schon stand er auf dem herrlichsten Golfplatz, den er je gesehen hatte, So ging es weiter Tag aus Tag ein.

Doch nach einer Weile wurde ihm langweilig und er wurde verdrießlich und fragte, ob es nicht irgendetwas für ihn zu tun gäbe?

„Bedaure,“ erhielt er zur Antwort, „Arbeit ist die einzige Sache, die man hier nicht bekommen kann.“

„Puh“, sagte der Mann, „ich dachte, hier wäre alles perfekt, und ich wäre im Paradies. Ich halte es hier nicht mehr aus, und finde alles langweilig und öde.“

„Kein Wunder, denn dies ist nicht das Paradies. Es ist ähnelt eher der Hölle.“

 

 

Die Frösche im Milchtopf

Auf dem Bauernhof stand ein Eimer. Zwei Frösche kamen vorbei und fragten sich, was da wohl im Eimer sei. Voller Neugier sprangen sie mit einem großen Satz hinein. Doch zu ihrem Schrecken mussten sie feststellen, dass der Eimer halb voll mit Milch gefüllt war, und die Wände zu hoch und zu glatt waren, um an ihnen hochzuklettern. So schwammen die Frösche nun in der Milch, und der Tod schien ihnen sicher.

Der eine der beiden Frösche verzweifelte. "Wir müssen sterben", jammerte er "hier kommen wir nie wieder heraus." Und da ja doch alles sinnlos schien, hörte er mit dem Schwimmen auf, und so ertrank er in der Milch.

Auch der andere Frosch sah, dass es nicht gut um ihn bestellt war, aber er sagte sich: "Ich bin ein guter Schwimmer! Vielleicht kommt jemand und befreit mich aus diesem Eimer oder ein Wunder geschieht." Und so schwamm der Frosch im Milcheimer herum, strampelte kräftig mit seinen Hinterbeinen und schwamm und schwamm und schwamm. Zwar wollte niemand kommen und ihn aus dem Eimer befreien, doch spürte er irgendwann, dass die Milch durch das beständige Schwimmen zu einer festen Masse wurde. Sie wurde langsam zu Butter. Und schließlich konnte er aus dem Eimer in die Freiheit springen.

 

 

Der Ire und der jüdische Rabbi

Ein Ire, der für seine unfreundliche, mürrische Art bekannt war, hatte vor langer Zeit einmal schlechte Erfahrungen mit einem Juden gemacht, der ihn übers Ohr gehauen hatte. Seid dieser Zeit haßte er Juden und schimpfte auf sie, wann und wo er nur konnte.

Eines Morgens traf er den Rabbi und beschimpfte ihn sogleich mit den übelsten Schimpfwörtern und Beleidigungen, die ihm einfielen. Und er hatte einen geradezu unerschöpflichen Schatz an Schimpfwörtern. Es dauerte eine ganze Weile, bis ihm keine weiteren mehr einfallen wollten.

Da sagte der Rabbi sanft: "Sag mal, wenn Dir jemand ein Geschenk gibt, daß Du nicht gebrauchen kannst und nicht willst, was machst du dann, nimmst Du es an?" "Natürlich nicht!" antwortete der Ire. "Siehst du" sagte der Rabbi, "Du hast mir ein Päckchen mit Beleidigungen geschenkt. Ich will es nicht. Ich kann es nicht gebrauchen. Du kannst es also behalten."

 

Witze des Monats

Wir haben auch eine Reihe von Newsletter-Witzen aus den letzten Jahren für Sie gesammelt und hier zusammengeführt. Einige geistreich und tiefsinnig, andere einfach nur witzig.

Wenn Therapeuten Ihren Humor verlieren, wird es in der Therapie anstrengend.

 

Das Gesundheitswesen wird immer teuerer

 

Kommt eine Frau zum Psychoanalytiker und jammert:

„Mein Mann denkt nur noch an sein Geld!"

„Kein Problem," antwortet dieser, „das werden wir bald haben!"

 

 

(zum Thema "Pacing und Leading")

Ein Mann kommt in ein Schuhgeschäft und spricht die Verkäuferin an:

„Ich hätte gerne ein paar Schnürschuhe, so in Richtung Sportschuh, also eher Slipper, so sandalenartig, aber zum Schnüren!"

Die Verkäuferin ist verwirrt und läuft zu ihrem Vorgesetzten. Der Vorgesetzte nimmt sich des Kunden an und fragt nach seinen Wünschen. Der Kunde insistiert:

„Ich hätte gerne ein paar Schnürschuhe, so in Richtung Sportschuh, also eher Slipper, so sandalenartig, aber zum Schnüren!!"

Daraufhin die Antwort des Verkäufers:

„Wissen Sie, Sie können mich mal oben am Hals,
also eigentlich ein bisschen tiefer,
so die Schulter runter,
das heißt, noch ein Stück tiefer, den Rücken runter..."

 

 

„Trinken Sie?"
„Da sag ich doch nicht nein, Herr Doktor.
Zeigen Sie mal, was Sie so da haben!"

„Haben Sie Probleme mit Alkohol?"
„Ach Herr Doktor, eigentlich nur ohne."

„Ich muss Sie einer Alkoholprobe unterziehen."
„Kein Problem, Herr Wachtmeister, mit welcher Kneipe fangen wir an?"

„Das Ergebnis der Alkoholkontrolle würde ich mal wie folgt ausdrücken:
Sie haben eindeutig noch Blut im Alkohol!"

„Bei der nächsten Untersuchung müssen sie unbedingt nüchtern sein!"
„Das wird sich aber schwer realisieren lassen."

 

 

Endausscheidung der Quiz-Kandidaten.
Drei Kandidaten sind übrig geblieben und der Quizmaster stellt die entscheidenden Fragen.

„Haben Sie Probleme mit Alkohol?"
„Ach Herr Doktor, eigentlich nur ohne."

Der erste Kandidat wird gefragt: „Wo fasst die Frau dem Manne hin?"

Er überlegt und überlegt, und schließlich hat er die Antwort: „An´s Portmonee!"

Richtig! Und Jubel unter den Zuschauern.

Der nächste ist dran. „Wo hat die Frau das krauseste Haar?"

Er überlegt und überlegt und kommt nicht drauf.
Doch schließlich hat er es. „In Afrika!"

Wieder richtig und jubelnde Zuschauer.

Schaut der Dritte den Showmaster flehend an und spricht:
„Fragen Sie mich nicht! Ich war schon zweimal völlig falsch!"

 

 

Witze werden nicht von einer Person erfunden sondern von vielen solange modifiziert, bis sie richtig gut sind.
Beispiele für eine Weiterentwicklung hier:

 

Mosche kommt zum Rabbi und fragt:

"Rabbi, was ist eigentlich eine Alternative?"

"Also stell Dir vor, Mosche"; antwortet der Rabbi,

"Du hast einen Hahn und eine Henne."

"Aha, daß ist eine Alternative!"

"Nein, stell Dir vor, Du verspeist sie nicht, sondern setzt Hahn auf Henne und bekommst dann Eier."

"Aha, das ist die Alternative!"

"Nein, warte doch. Also, die Eier ißt Du nicht, sondern Du hältst sie schön warm, und irgendwann kommen Küken da raus."

"Ach das ist die Alternative!"

""Nein, nicht so schnell. Die Küken bringst Du nicht zum Markt und verkaufst sie, sondern Du schaust, dass sie schön groß werden und dann machst Du wieder das gleiche und irgendwann hast Du eine große Hühnerfarm."

"Ach so, daß ist die Alternative!"

"Nein, nein, dann kommt eine große Flut und alle Hühner ersaufen."

"Das ist ja furchtbar, aber was ist da die Alternative?"

"Enten, mein lieber, Enten!!"

 

Nun das ganze auf den aktuellen Zeitgeist gemünzt:

"Papa, was ist eigentlich die Börse?"

"Also Junge, daß ist ganz einfach. Stell Dir vor, Du hast einen Hahn und eine Henne und setzt Hahn auf Henne, dann bekommst Du Eier. Dann hältst Du die Eier schön warm und tust Sie in Dein Depot und irgendwann kommen Küken daraus. Dann schaust Du, daß die Küken schön groß werden und dann machst Du wieder das gleiche und irgendwann hast Du eine große Hühnerfarm."

Whow das ist ja toll die Börse!"

"Ja, nur dann kommt eine große Flut und alle Hühner ersaufen."

"Mein Gott, daß ist ja furchtbar die Börse!"

"Tja, hättste Enten genommen!"

 

Dazu fällt mir noch ein:

"Wie macht man ein kleines Vermögen an der Börse?
Also man nimmt ein großes Vermögen und macht daraus ein Kleines."

 

 

Aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nicht genug!

 

Ein Mann kommt mit zwei verbrannten Ohren zum Arzt.
Fragt dieser:"Wie haben sie denn das gemacht?"

"Tcha", sagt der Patient, "ich war gerade beim Bügeln und hatte das Bügeleisen in der Hand.
Da hat das Telefon geklingelt, und da habe ich statt dem Telefonhörer das Bügeleisen....."

"Mein Gott, das ist ja kaum zu glauben, aber warum denn auch noch das andere Ohr?"

"Tcha, dann habe ich versucht sie anzurufen."

 

 

Kommt ein Patient zum Psychotherapeuten und klagt:
"Herr Doktor helfen Sie mir, ich habe die Zwangsvorstellung, ich sei ein Hund."

"Na beruhigen Sie sich erst einmal, und legen Sie sich hier auf die Coach."

"Ich darf nicht auf die Coach."

 

 

Ein Klempner findet beim Wühlen im Abflußrohr einen Frosch.
Spricht der Frosch::"Nimm mich mit! Ich bin eine verwunschene Prinzessin."

"Na ja," denkt der Klempner, "der kann mir viel erzählen, aber was soll`s, ich kann ihn ja mal mit nach Hause nehmen."

Zu Hause angekommen, spricht der Frosch:
"Ach ich bin eine zarte, empfindsame Prinzessin und mir ist immer so kalt. Nimm mich mit in Dein Bett und wärme mich!"

Der Klempner denkt: "Na ja, was solls. Hübsch ist er ja nicht, aber ein bißchen wärmen, kann ich ihn ja."

Kaum liegt er mit dem Frosch im Bett, spricht dieser:
"Ich bin eine wunderschöne Prinzessin, und wenn Du mich jetzt küsst, verwandele ich mich wieder in meine ursprüngliche Gestalt."

"Na ja,"denkt der Klempner, "es ist zwar ein bißchen eklig, aber tue ich ihm halt den Gefallen".

Und siehe da der Frosch verwandelt sich augenblicklich in eine wunderschöne Prinzessin.
In diesem Moment geht die Türe vom Schlafzimmer auf, und die Frau des Klempners kommt rein und ruft:
"Was machst Du mit dieser jungen Schlampe in unserem Bett?"

"Das kann ich Dir erklären," antwortet der Mann, "aber wenn ich Dir dieses Märchen erzähle, glaubst Du mir ohnehin kein Wort.

 

 

(Zum Thema Refaiming)

Der Lehrling schneidet dem Kunden die Haare.

Plötzlich rutscht ihm die Schere ab und er schneidet dem Kunden heftig ins Ohr.

Der Kunde schreit auf und hält sich das blutende Ohr.

Der Meister siehts, hohlt aus, um den Lehrling zu ohrfeigen.

Der Lehrling duckt sich, und der Meister trifft statt den Lehrling den Kunden.

Große Aufregung, aber schließlich wird alles wieder in Ordnung gebracht.

Zwei Minuten später rutsch der Lehrling wieder ab und schneidet den Kunden in das andere Ohr.

Sagt der Lehrling: "Seien Sie bloß ruhig, sonst schlägt der Meister sie tot!"

 

 

Es ist wieder Jagdsaison, und hier für diejenigen die sich keine Witze merken können, zuerst zwei ganz kurze:

1.Treffen sich zwei Jäger. Beide tot!
2. Schild auf der Tür des Jagdvereins: Jagen gehen - Freunde treffen

 

Jetzt die längere anspruchsvolle Variante:

Zwei Jäger sind auf der Jagd, als der eine plötzlich einen Herzinfarkt bekommt und tot umfällt.
Der andere greift zu seinem Handy und ruft in Panik im Krankenhaus an und fragt, was er tun könne.

„Behalten Sie die Ruhe," spricht der Arzt,
„und stellen sie erst einmal sicher, dass ihr Freund wirklich tot ist."

„Ok. mach ich!" ist die Antwort.

Daraufhin ein Moment Stille.
Dann hört man einen Schuss und der Anrufer fragt:
„So das wäre erledigt, was jetzt?"

(dieser Witz wurde in einer groß angelegten Umfrage als bester bewertet)

 

 

In den letzten Monaten hat die UNO eine weltweite Umfrage durchgeführt.

Die Frage war:
"Teilen Sie uns bitte ihre ehrliche Meinung zur Lösung der Nahrungs-Knappheit im Rest der Welt mit."

Die Umfrage stellte sich als Riesenflop heraus.

In Afrika wussten die Teilnehmer nicht was "Nahrung" ist.
Osteuropa wusste nicht, was "ehrlich" heißt.
Westeuropa kannte das Wort "Knappheit" nicht.
Die Chinesen wussten nicht, was "Meinung" ist.
Der Nahe Osten fragte nach, was denn "Lösung" bedeute.
Südamerika kannte die Bedeutung von "bitte" nicht.
Und in den USA wusste niemand, was und wo "der Rest der Welt" ist.

 

 

Frage: Wie heißt das erste Buch des Alten Testaments?
A: Pink Floyd
B: Judas Priest
C: Genesis
D: Moses Pelham
Antwort des Kandidaten: „Es heißt ja das erste Buch Mose - also nehme ich D: Moses Pelham"
Richtige Antwort: Genesis. Pelham ist Musiker aus Mannheim.
Aus „Wer wird Millionär?"

Frage: Wie nannte Muhammad Ali seine Autobiografie?
Kandidatin: „Mein Kampf"
Richtige Antwort: „Der Größte. Meine Geschichte." „Mein Kampf" schrieb Hitler
Aus: Risiko (ZDF)

Frage: In der Sendereihe „Vorsicht Falle" wurde vor Nepper, Schleppern und vor wem noch gewarnt?
Kandidatin: „Ääh... Mähdreschern!"
Richtige Antwort: Bauernfänger
Aus „Jeder gegen Jeden" (SAT 1)

Frage: Wie heißt das männliche Geschlechtshormon?
Kandidat: „Penis"
Richtig war: Testosteron
Aus: Call TV (RTL II)

Frage: Welches meist runde Körperteil wird durch den Hals mit dem Rumpf verbunden?
Kandidat: „Der Bauch"
Richtige Antwort: Der Kopf
Aus: Der Schwächste fliegt (RTL)

Frage: Braue, Wimpern und Lid schützen welches Sinnesorgan?
Kandidat: „Das Gesicht"
Richtige Antwort: Das Auge
Aus: Jeder gegen Jeden

Frage: Welchen französischen Namen tragen die knäuelartigen Quasten, die zur Grundausstattung jedes Cheerleaders gehört?
Kandidat: „Tampons"
Richtige Antwort: Pompons
Aus: Jeder gegen Jeden

Frage: Nach welchem Tier ist der Zustand benannt, der einen dicken Schädel nach übermäßigem Alkoholgenuß beschreibt?
Kandidat: „Brummschädel"
Richtige Antwort: Kater
Aus: Der Schwächste fliegt

Frage: Welcher römische Kriegsgott trägt den gleichen Namen, wie ein bekannter Schokoriegel?
Antwort: „Snickers"
Richtige Antwort: Mars
Aus: Der Schwächste fliegt

Frage: Wenn die Intelligenz einer Person mit „Bohnenstroh" verglichen wird, ist die Person dann dumm oder klug?
Antwort: „Klug"
Richtige Antwort: Erübrigt sich hier

 







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